skip to main content

Willkommen

Hallo und herzlich Willkommen auf der Homepage der Eduard-Spranger-Schule Freudenstadt.

Termine

Montag, 18.12.2017

WG J2: Zentrale Klassenarbeit Hörverstehen Französisch (A) und (B)

Dienstag, 19.12.2017

WG J2: Zentrale Klassenarbeit Hörverstehen Italienisch (B)

Mittwoch, 20.12.2017

WG J2: Zentrale 6-stündige Klassenarbeit Deutsch

Außergewöhnliche und abwechslungsreiche Tage erlebten die Schülerinnen und Schüler der Eingangsklasse des Wirtschaftsgymnasiums der Eduard-Spranger Schule mit dem Profil Finanzmanagement (WGF) in Berlin, während sie die Metropole in ihrer ganzen Vielfalt kennenlernten. Zwischen dem Kreuzberger Kiez und der Einkaufspromenade Kurfürstendamm prallen Kulturen und Lebensstile aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Bei dem Aufenthalt mit ihren Lehrern Jochen Klein und Anne Puschner galt es auch, Berlin als Zentrum von Politik, Geschichte und Kultur kennenzulernen...

 

Den ersten Programmpunkt bildete der Besuch des Bundesrates am Potsdamer Platz. Die Schüler sollten sich beim Besuch des Bundesrates sowohl mit der Funktion des Bundesrates als Verfassungsorgan gemäß Grundgesetz auseinandersetzen, als auch einen formalen Gesetzgebungsprozess der BRD selbst- und eigenständig simulieren. Dies ermöglichte den Schülern, den Gesetzgebungsprozess aktiv in einem Rollenspiel zu durchleben. Dazu schlüpften die Schüler sowohl in die Rolle der Bundesregierung, die einen Gesetzesvorschlag zur Lesung in den Bundesrat gab, als auch in die Rolle der Ländervertreter, die den Gesetzesvorschlag der Bundesregierung prüften und daraufhin entweder widersprachen, zustimmten oder bedingt mit einem Änderungsvorschlag zustimmen konnten. Danach sprachen die jeweiligen Vertreter vor „ihrem“ Bundesrat und „ihrer“ Bundesregierung und waren voller Enthusiasmus dabei, „ihren“ Standpunkt möglichst wortgewandt zu verteidigen.

Das Fazit der Schüler fiel am Ende der Simulation eindeutig aus: das Erfassen und Begreifen des Gesetzgebungsprozesses auf diese Art und Weise war spannend, beeindruckend und nachhaltig, wodurch die Schüler laut eigener Aussage nicht mehr vergessen werden, wie der Bundesrat in das Gesetzgebungsverfahren der BRD integriert ist.

Einmal auf der Ehrentribüne des Olympiastadions sitzen: in diesen Genuss kamen die Schülerinnen und Schüler am Nachmittag des ersten Tages. Nur leider gab es an diesem Tag keine Veranstaltung im Olympiastadion. Hoch interessant gestaltete sich der Besuch des großen VIP-Bereichs und der Spielerkabinen. Nicht umsonst ist das Olympiastadion mit der höchsten Auszeichnung für Stadien belohnt worden. Auch der geschichtliche Aspekt des Olympiastadions wurde beleuchtet. Zwischen 1934 und 1936 anlässlich der Olympischen Spiele erbaut, nutzten die Nationalsoziallisten das Stadion auch für propagandistische Zwecke. Architektonisch orientiert sich das Stadion mit seinen klaren geometrischen Grundformen an antiken Sportstätten.

 

Unter dem Motto „Berlin on Bike“ stand der nächste Tag, welcher der Gruppe bei einer geführten Radtour entlang des Mauerstreifens die Geschichte des geteilten Deutschlands in Erinnerung rief. Sehr kurzweilig berichteten die Guides von den Tagen des Mauerbaus, den dramatischen Fluchtversuchen und den plötzlich auseinander gerissenen Familien. An der Gedenkstätte „Bernauer Straße“ konnten die Jugendlichen einen Blick auf den noch ursprünglich erhaltenen Todesstreifen werfen.

Den wohl nachhaltigsten Eindruck hinterließ bei den Spranger-Schülern ein Besuch der Gedenkstätte für die Verfolgten des SED-Regimes in Berlin-Hohenschönhausen, dem ehemaligen Stasi-Gefängnis. Im neueren Gefängnistrakt durften die Besucher einen Blick in die Gefängniszellen werfen und wurden mit den psychischen Foltermethoden der Verhörer „vertraut“ gemacht. So wurden Geständnisse für Taten erzwungen, die nie begangen wurden.

Der letzte Aufenthaltstag wurde genutzt, um in kleinen Gruppen nochmals unterschiedliche touristische Ziele anzusteuern. Eine kurze Brauereiführung der größten Brauerei Berlins mit kleiner Verkostung sowie der abendliche Besuch eines Musikfestivals am Mauerpark bildeten den Abschluss der Studienfahrt.