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Termine

Die komplette Jahrgangsstufe 1 der Eduard-Spranger-Schule besuchte im Rahmen des GGK-Unterrichts das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im Elsass. Begleitet wurde die Jahrgangsstufe 1 von ihren GGK-Lehrerinnen und GGK-Lehrern sowie einer Gruppe von betreuenden Lehrerinnen und Lehrern.

Das Konzentrationslager liegt ca. 55km südwestlich von Straßburg und wurde nach der Annexion des Elsass auf einem Gipfel der Vogesen auf 800 m Höhe errichtet. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren bei ihrem Rundgang, welcher in Stationen aufgebaut war, dass der seltene rote Granit der Grund für die Errichtung des KZ an dieser Stelle war. Damit sollte das monströse „Deutsche Stadion“ auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg gebaut werden.

Die Aufgabe der ersten Häftlinge, welche im Mai 1941 nach Natzweiler gebracht wurden, war es, zunächst die Straße zum KZ und das Gelände des KZ zu errichten. In den Steinbrüchen mussten sie daraufhin körperlich schwer arbeiten. Da die KZ-Insassen bei extremsten klimatischen Bedingungen im Sommer wie Winter arbeiten mussten, schlecht verpflegt wurden, kaum medizinische Versorgung erhielten und darüber hinaus oft von den sadistischen Aufsehern gequält wurden, war die Todesrate äußerst hoch. Der Tod der Häftlinge wurde billigend in Kauf genommen.

Des Weiteren erfuhren die SchülerInnen, dass das KZ Natzweiler-Strufhof nicht nur zur Zwangsarbeit diente, sondern dass dorthin ebenfalls Gefangene – wie z.B. Widerstandskämpfer aus ganz Europa – einzig zu dem Zweck gebracht wurden, sie umzubringen. Menschenverachtend war auch der Mord an 86 jüdischen Gefangenen in der Gaskammer des KZ. Diese wurden umgebracht, damit an der Universität Straßburg eine Skelettsammlung jüdischer Menschen angelegt werden konnte, die dazu dienen sollte, die NS-Rassentheorie zu untermauern.

Gegen 18 Uhr endete mit der Rückkehr nach Freudenstadt diese Fahrt in die schon viele Jahrzehnte zurückliegende Vergangenheit der deutschen Geschichte, welche aber immer noch in die Gegenwart hineinreicht. Den Schülerinnen und Schüler wurde deutlich bewusst, dass Werte wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Mitmenschlichkeit nicht immer so selbstverständlich sind, wie sie uns heute erscheinen.